20
Jahre Taekwondoverein Mayrhofen
1983
- 1987 WETTKAMPF
BETONTE DIE ERSTEN FÜNF JAHRE
1988
- 1992 ENTWICKELTE SICH NEBEN DEM WETTKAMPF
DER BREITENSPORT
1993
- 1997 DIE GROSSE TRENDWENDE SETZTE
EIN

"Begonnen hat eigentlich alles in einer Diskothek", so Gerhard
Anfang,
Obmann des Taekwondo-Vereins Mayrhofen und Dan-Träger des 5. Grades.
"Ich sah dort eine Taekwondo-Show, die mich so sehr faszinierte,
dass ich sofort in diesen Sport einstieg und drei Jahre lang zwei mal
in der Woche zum Training nach Innsbruck fuhr", erklärt der
Obmann weiter. Das Pendeln war allerdings sehr anstrengend und beanspruchte
neben dem beruflichen Engagement Gerhard Anfang zu stark, sodass er
kurzerhand gemeinsam mit seiner Frau und seinem Bruder den eigenen Verein
in Mayrhofen gründete.
Alsbald fand er in seiner Kollegenschaft weitere sportlich Interessierte
und
so startete der Taekwondo-Verein Mayrhofen am 1. Januar 1983.
Einfach schien die Vereinsgründung nicht gewesen zu sein, denn
viele
Personen stellten sich dagegen, da der Sport, wie andere Kampfsportarten
auch, unbegründet mit negativen Vorurteilen behaftet war und zum
Teil heute noch ist. "Ein starker Befürworter für die
Gründung des Vereins war der damalige Hauptschuldirektor, Herr
Josef Kröll, dem wir es zu verdanken haben, dass wir die Sporthalle
für das Training nutzen konnten", erklärt der Obmann.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich der Verein jedoch
sehr schnell entwickeln. Schon in den 80er Jahren und zu Beginn der
90er Jahre gelang es dem Taekwondo-Verein Mayrhofen eine sehr starke
Kampfmannschaft zu stellen. Gleich mehrere Male heimsten verschiedene
Vereinsmitglieder den Tiroler Meister, den Österreichischen Meister
und sogar einen internationalen österreichischen Meister ein. Der
Verein wurde vor allem von den Erfolgen von Gerhard Aschenwald - Ramsau,
Leo Brunner - Mayrhofen, Martin Eberharter - Mayrhofen, Peter Bernroither
- Mayrhofen, Gerhard Anfang - Schwendau, Wolfgang Greiderer - Gattererberg,
Alexander Fröhlich - Zell, Thomas Walder - Schwendau, Jochen Luschin
- Zell, Gregor Wechselberger - Tux und Dietmar Wechselberger - Mayrhofen
geprägt.
1986 wurde
ein eigenes Kindertraining für Kinder ab neun Jahren
eingerichtet, das vor allem heute von gut 30 Kindern und Jugendlichen
stark besucht wird. Gerade der erzieherische Gesichtspunkt wirkt sich
bei Kindern und Jugendlichen positiv aus. Das Training wurde immer schon
sehr abwechslungsreich gestaltet. Vom umfangreichen Dehnungstraining
angefangen über Schnelligkeit und Konzentration werden besonders
die koordinativen Fähigkeiten geschult. Jährlich werden drei
Gürtelprüfungen abgehalten, sodass sich Kinder und Jugendliche,
aber auch Erwachsene, weiter entwickeln können. Die speziellen
Formen und vielfältigen Übungen stärken nicht nur den
Körper, sondern auch den Geist.
Doch was
ist Taekwondo eigentlich? "Diese Sportart stammt aus Korea und
wurde dort vor ca. 2000 Jahren entwickelt. Sie zählt heute zu den
modernsten Kampfsportarten der Welt und wurde 2000 in Sydney erstmals
als olympische Disziplin ausgetragen", erklärt Gerhard Anfang.
Tae bedeutet aus dem Koreanischen übersetzt Fuß, Kwon ist
die Faust und Do heißt Geist. Das zusammenhängende Wort bedeutet
nichts anderes als die Verbindung von Körper und Geist zu einer
Harmonie. Ziel der Sportart ist nicht der Angriff, sondern es geht um
Selbstschutz. Grundsätzlich wird der Sport aber ausgeübt,
um fit und gesund zu bleiben. Vor allem das Kindertraining soll durch
die Verstärkung der Muskulatur und durch die Bewegung im allgemeinen
die meist verbreiteten Kinderkrankheiten, nämlich Haltungsschäden
und Übergewichtigkeit, vermeiden.
Das Ziel
von Gerhard Anfang, dem engagierten Obmann des
Taekwondo-Vereins Mayrhofen, ist, auch in den nächsten Jahren eine
solide Arbeit für den Verein zu leisten und diesen weiter auszubauen.
Anfänger (sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene - Mädchen
und Buben, Frauen und Männer)
werden daher jederzeit gerne aufgenommen!