20 Jahre Taekwondoverein Mayrhofen

1983 - 1987 WETTKAMPF BETONTE DIE ERSTEN FÜNF JAHRE
1988 - 1992 ENTWICKELTE SICH NEBEN DEM WETTKAMPF DER BREITENSPORT


1993 - 1997 DIE GROSSE TRENDWENDE SETZTE EIN



Am Beginn dieser Periode erreichte der Taekwondo-Verein Mayrhofen seinen absoluten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. 1993 stand ganz im Zeichen der Ernte der Erfolge von den Aufbaujahren. Gerhard Aschenwald aus Ramsau gelang in diesem Jahr der Supercoup. Er gewann die drei wichtigsten Bewerbe in der Klasse bis 70 kg in Serie und wurde in Folge Tiroler Meister, Österreichischer Staatsmeister und Internationaler Österreichischer Meister. Gerhard Aschenwald avancierte durch seine Erfolge zum gefürchteten Gegner in sämtlichen Wettkämpfen und stieg zum erfolgreichsten Mayrhofner Taekwondoka in der Vereinsgeschichte auf. "Das war schon ein sehr tolles Gefühl, blitzartig der Beste in Österreich zu sein. Ich denke heute oft noch mit einem leichten Herzklopfen an diese schöne Zeit zurück", erzählt der heute 38-jährige Gerhard Aschenwald mit Stolz. Neben Aschenwald errangen 1993 weitere Mayrhofner Taekwondo-Sportler bei den Österreichischen Meisterschaften in Stockerau (NÖ) Medaillen in silber und gold. Die silbernen Medaillenträger waren Thomas Walder - Schwendau bis 70 kg, Wolfgang Greiderer - Gattererberg bis 58 kg und Alexander Fröhlich - Zell bis 64 kg in der Jugendklasse. Bronze holte sich Andreas Schiestl - Gerlosberg bis 40 kg in der Schülerklasse.

Nach diesem aus sportlicher Sicht gesehenen Erfolgsjahr purzelte der Verein in ein immer größer werdendes Loch. In den Jahren 1994 bis 1997 musste sich Gerhard Anfang, Obmann und Motor des Vereins, aufgrund seiner Selbständigkeit mehr und mehr seinem Beruf widmen. Damit ging der Leitwolf des Vereins und damit die Motivation immer mehr verloren. Der Trend Mitte der neunziger Jahre vom konventionellen anstrengenden Training hin zu den Trendsportarten mit Fun-Charakter wie Snowboarden, Skaten etc. tat sein übriges. Hinzu kam noch, dass viele Vereinsmitglieder beruflich zunehmend stärker gebunden waren und auch die ersten Familiengründungen in diese Phase fielen. All diese negativen Entwicklungen führten zu stark reduzierten Mitgliederzahlen, dadurch entstand wiederum ein budgetäres Loch in der Vereinskassa. "Wenn man nur noch zu dritt, zu viert oder zu fünft in der Halle beim Training steht, sozusagen nur noch der letzte harte Kern da ist, dann fragt man sich schon, wofür man sich das alles antut", erinnert sich Gerhard Anfang an die schwierigsten Zeiten des Vereins. "Vor allem haben sich dadurch die Mietkosten der Sporthalle nicht reduziert. Im Gegenteil, wir kämpften um das finanzielle Überleben des Vereins", ergänzt der Obmann mit ernster Miene. Hopp oder drop hieß es dann in der Vereinsführung. Vorerst hieß es auch noch, sich mit der neuen Situation im Kopf auseinander zu setzen und die neuen Gegebenheiten zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Eine klein angelegte Werbekampagne für den Taekwondo-Sport als solches und für den Verein im eigentlichen brachte dann im Jahr 1997 die lang ersehnte Wende im Verein. Es traten wieder neue Mitglieder ein und der Verein wurde auf Basis des Breitensports, wo er auch heute noch ist, weiter geführt. Es wurde ein Mitgliederstand von 25 zahlenden Mitgliedern inklusive Kinder erreicht, wodurch der Verein gerade seine Kosten (Hallenmiete etc.) decken konnte und die Fortführung des Vereins dadurch gesichert wurde.

Auch heute nimmt der Taekwondo-Verein Mayrhofen gerne neue Mitglieder auf. Anfänger (sowohl Kinder, Jugendliche als auch Erwachsene - Mädchen und Buben, Frauen und Männer) sind jederzeit herzlich willkommen! Das Training findet am Montag und Mittwoch Abend (Kinder mittwochs um 18 Uhr, Erwachsene jeweils um 19 Uhr) in der Europahaus-Sporthalle statt. Das erste Monat dient zur Probe und ist daher kostenlos.